Persefone

Localizzazione:

Switzerland – St. Gallen

Progetto di:

Marco Ragonese Capogruppo, Mentil Federico,  KacicLidén Landscape Architects, Nicola Vignaga, Ceschia Gaetano, Simone Cadamuro, Enrico Facca, Davide Leidi, Luca Nicoletto, Anna Venerus, Sgm Consulting Trieste.

Cronologia: 

2009

 

Das Projekt des neuen Naturmuseums berücksichtigt die besondere Lage des angegebenen Planungsgebietes, in dem verschiedene Elemente bestehen – eine Verbindung zwischen der Kirche St. Maria Neudorf, dem Botanischen Garten, der Erschließungsstrasse – in die sich der Neubau einfügt. Der Kirchenhügel und mit der Grünfläche, die von der Rückseite der Kirche zum Pappelweg hinunter führt, erscheint imposant und evokativ. Unser Projektvorschlag zielt deshalb darauf ab, das Gesamtbild einer grünen Anlage zu erhalten, auf die die verschiedenen neuen Elemente, die den neuen Park des Naturmuseum ausmachen, positioniert werden.

Die Gesamtanlage besteht aus zwei, gut voneinander zu unterscheidenden Gebäuden, die sich durch verschiedene Zweckverwendung auszeichnen. Das Untergeschoss, welches zum Teil unterkellert ist, ist das “Herz” des Museums. In ihm befindet sich die Eingangshalle, die Präparatorien, die Büroräume, das Archiv und die Dauerausstellung. Die äußere Form ist durch

die Benutzung von Stahlbeton charakterisiert, umfangreich mit grobem Material durchzogen. Das Dach des Untergeschosses bildet gleichzeitig die Gartenterrasse auf dem Erdgeschoss, auf der sich das Laboratorium für die Vogelpflege befindet. Das zweite Bauelement ist das verglaste Gebäude, das auf dem Untergeschoss ruht, und welches aktuellen Zwecken dient, wie Wechselausstellungen, Jugendlabor, Unterrichtsräume, Kurs- und Vortragsräume.

Die Räume im Untergeschoss werden durch vier Innenhöfe gegliedert, die das ganze Baugelände durchqueren und natürliches Tageslicht in allen Räumen gewährleisten: Büros, Laboratorien, Ausstellungsräume. Jedes Atrium ist durch verschiedenartige Vegetation gekennzeichnet und bietet Vögeln ein natürliches Habitat. Dadurch werden sie zu offenen Vogelgehegen, die man

auch innerhalb des Museums beobachten kann. Der Haupteingang auf der Rorschacher Strasse, der verglaste Oberflächen hat, zeichnet sich dadurch von der Stahlbetonkonstruktion des Untergeschosses ab. Er lässt den Eintritt frei auf die Eingangshalle, die in dreifacher Höhe

sowohl die Rundtreppe – Bindeglied zwischen den Räumen, die dem Publikum zur Verfügung stehen – als auch der Braunbär, das Wappentier der Stadt St. Gallen, beherbergt.

Der Rundgang der Besucherinnen und Besucher erstreckt sich über vier Ebenen:

 

Untergeschoss -1: Hier befindet sich einheitlich die ganze Dauerausstellung des Naturmuseums. Die Ausstellungsräume zeichnen sich durch die lichtdurchfluteten Innenhöfe aus, die den Ausstellungstheken als natürliche Hintergrundkulisse dienen. Die Rundtreppe, von der man auf den äußeren Innenhof und den Terrassengarten gelangt, schliesst auf diese Weise den Rundgang der Besucherinnen und Besucher ab.

Erdgeschoss 0: Hier befindet sich die Eingangshalle und das Café (mit einer kleinen im freien liegenden Piazza), der Museumsshop, die Garderobe, der Informationsstand, die WC-Anlagen und der Eingang zur Vogelpflegestation entlang des Pappelwegs.

Obergeschoss +1: Von hier aus gelangt man in den Park, ins Jugendlabor und in den Wechselausstellungsraum. Das gesamte Obergeschoss ist durch die verglaste offene Ausführung in die Außenanlage integriert. Auch das “große Auge” auf der Süd-West Seite verbindet visuell den Ausstellungsraum mit dem Park und der Kirche.

Obergeschoss +2: Hier befinden sich die Unterrichts-, Kurs- und Vortragsräume; auf dieser Ebene werden die Räume ebenfalls von Tageslicht durchflutet, dass durch die Außenwände aus satinierten Glasplatten abgedämpft wird.

Der Natur – Erlebnispark ist so angelegt, dass man den Himmel von verschiedenen Aussichtspunkten beobachten kann. Die Vegetation erlaubt durch besondere Vorkehrungen den Anflug von Vögeln und wird somit zu einer realen Naturwahrnehmung.

Der Park gliedert sich in zwei Hälften, die sich durch eine unterschiedliche Vegetation und verschiedenartige Gehflächen unterscheiden. Auf der einen Seite – auf Ebene des Erdgeschosses 0 – ist der Steingarten angelegt. Seine Untergliederung setzt sich aus verschiedenem Kies zusammen, der von Schweizer Gletschern stammt und eine naturgetreue horizontale Stratifizierung darstellt. Hier befinden sich auch die Vogelpflegestation, das Vogelgehege und der Forschungsteich.

Durch eine begraste Rampe vom Steingarten getrennt und durch einen “Damm” gekennzeichnet, beherbergt der zweite Teil des Parks ein “großes Nest”, welches als zentrales Element und Anziehungspunkt für Vögel und Besucher dient. In einem raffinierten Spiel von ineinander verflochtenen Zweigen und Blättern, finden Vögel Schutz im Herzen des Naturparks.

Um das “große Nest” herum sind die 12 Findlinge und die 20 Gesteinsstücke entlang eines Kiesweges platziert. Die ausgewählte Vegetation besteht aus Gras, saftigen, strauchigen, baumartigen und ausdauernden Pflanzen, die zusammen mit einigen kleineren Tümpeln, Vögeln ein natürliches Habitat bieten.

Zur Strasse hin ist der Park durch eine zweifache Barriere abgegrenzt: zum einen durch den Damm, zum anderen durch Wildkirschen, die komplementär zu der schon bestehenden Kirschbaumreihe entlang der Rorschacher Strasse ist und zum Schutzprojekt deklariert wurde. Zur Seite hin, auf der sich die Einfamilienhäuser der heutigen Zone W3 befinden, haben wir eine gemischte Hecke aus Bäumen und Sträuchern vorgeschlagen, die mit der bestehenden

Vegetation der umliegenden Landschaft harmoniert.